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Die Chinesische Wollhandkrabbe

2. Auflage 2002
54 Seiten
0 Farb.-Abb., 13 SW-Abb.
ISBN: 978-3-89432-556-5

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Über das Buch

Seit der Autor 1930 zum erstenmal in die sehr lebhafte Diskussion über die Wollhandkrabbe eingriff, hatte sie ihn nicht wieder losgelassen. Er hatte sich immer wieder mit ihr beschäftigen müssen, gezwungen wie auch freiwillig, sobald es ihm darum ging, Mißverständnisse zu klären, die bei einem, uns so fremden Tier nicht ausbleiben können. Wenn der Autor, nachdem er in zwei Jahrzehnten mehr als genug über die Krabbe geschrieben hat, nochmals über sie berichtet, so ist es nun in der Form geschehen, daß dem Laien dasjenige verständlich gemacht wird, was uns an ihrem Verhalten fremd erscheint. Daß der Autor als Systematiker dabei von der Gestalt ausgeht, möge der Leser in Kauf nehmen. Diese Art der Betrachtung wirkt leicht trocken. Man liebt es heute mehr, das Tier "vom Leben her", also physiologisch zu sehen. Die Gestalt, die man auch am konservierten Museumsmaterial studieren kann, wird oft als tot empfunden. Aber die Gestalt ist doch auch ein Erzeugnis des Lebens. Man übersieht gern, daß die besonderen Lebensgewohnheiten eines jeden Tieres der Gestalt ihren Stempel aufdrücken. Unter dem Einfluß der überwiegend physiologischen Betrachtungsweise haben wir das Gefühl dafür verloren, daß in enger Koppelung von Gestalt und Lebensweise es, umgekehrt betrachtet, die besonderen Merkmale des Körperbaues sind, welche dem Tier seine artgemäße Lebensweise ermöglichen. Der Autor zeigt daher, wie sehr gerade das Studium des Bauplanes dazu beitragen kann, das Tier in seinen besonderen und auffallenden Lebensgewohnheiten verstehen zu lernen. Gerade bei diesem Fremdling unserer Fauna, bei dem uns beinahe alles fremd erscheint, genügt nicht nur das einfache Kennenlernen, hier muß uns viel mehr als sonst an dem tiefergehenden Verstehenlernen gelegen sein. So wird in den ersten Abschnitten dieser Schrift besonders vom Bauplan der Wollhandkrabbe die Rede sein. Von ihren Lebensgewohnheiten sind gerade die auffallendsten nicht artspezifisch, nicht einmal gattungsspezifisch, sondern darüber hinaus Eigenheiten einer Gruppe umfangreicher Familien. Von der Systematik ausgehend, versucht der Autor zu zeigen, daß die Wollhandkrabbe in ihrer Lebensweise grundlegend von unseren heimischen zehnfüßigen Krebsen abweicht, und daß unser Urteil fehl geht, wenn wir an sie den Maßstab legen, der uns von den heimischen Tieren her geläufig ist. Wollen wir sie verstehen, so werden wir uns den Maßstab hierzu in den Tropen suchen müssen.

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